Sonntag, 15. Januar 2017

15.01.2017 Schweißen - Schweißen - Schweißen

Gestern hatte ich ja 3 Optionen geschrieben, wie es jetzt weitergehen soll. Die Realität war aber eine 4. ! Die Waschmaschine war defekt, der Motor hat einen Fehler gemeldet und so musste ich ihn erst einmal ausbauen um neue Kohlen zu bestellen. Haltbarkeit von 2 Jahren von einem Satz kohlen finde ich etwas unter dem Durcschnitt, ich hätte erwartet, dass ein Satz Kohlen mindestens 5 Jahre hält! Dann haben wir noch das neue Welser-Fugger Museum in Augsburg besucht - die wußten schon wie mann auch schon im 15. Jahrhundert Geld verdient!

Nach dem Kaffee ging es dann wieder in die Werkstatt: Erst einmal alle offenen Stellen und verschraubten Teile, die sicherlich nicht mehr gelöst werden müssen zu verschweißen. Begonnen habe ich mit dem Außenbund des linken Kotflügels: Erst einmal die Punkte mit der Zange setzen und dann die Schraublöcher mit MAG zupunkten.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich die Stoßstangen Aufnahmen lassen soll oder das gesamte Fahrzeug so umbaue, dass keine Stoßstangen montiert werden. Ohne Stoßstangen müsste der Bund, an denen oberer und unterer Kotflügel zusammenkommen einheitlich durchlaufen, ansonsten sieht das doof aus.
Der Bereich der hinteren linken Leuchten sieht aber nicht so schön aus, dass er ohne verzinnen oder das Auflegen eines neuen umlaufendne Streifens einfach so lackiert werden kann. Die Reste des alten Zinns machen erhebliche Probleme beim Schweißen, da sie nicht alle zu 100% entfernt werden konnten.
Den fehlenen Teil an der Ecke habe ich einfach durch ein Stück Blech ergänzt, so daß der umlaufende Bund komplett ist.
Bei dem Überhang des Radhauses - alter Kotflügel - neuer Kotflügel - habe ich mir viel Mühe gegeben, um den Übergang der Rundungen 100% hinzubekommen. Ein kleiner Blechstreifen auf der Innenseite dient zur Überbrückung des fehlenden Teils vom alten Kotflügel.


Den inneren Rand konnte ich leider nicht punkten, da der Innenkotflügel kleiner wie der äußere war und ich den Luftspalt durch herunterbiegen des Innenkotflügels ausgleichen mußte. Daher habe ich die beiden Teile am Rand verschweißt. Das ist von außen aber nicht sichtbar und völlig dicht, so daß keine Feuchtigleit eindringen kann. Das alles anzupassen und auch den Bund des Kotflügels so zu richten, dass er verschweißt werden konnte waren schon gute 2h Arbeit bis alles 100% gepasst hat.
Die Bodenwanne mit dem inneren Dohm des Kotflügels sind jetzt ebenfalls verschweißt wie auch die übriggebliebenen Spalte am Ende der Nähte des Kofferaum Bodens.
Den Kofferaumboden habe ich jetzt final auch verpunktet und die Schrauben entfernt sowie die verbliebenen Löcher zugeschweißt.
Der linke Innenkotflügel ist mit der Bodenplatte ebenfalls verschweißt.
Ebenso die verbliebenen Spalte und Löcher im Übergang Kofferaum Bodenplatte und Innenkotflügel / Radhaus Dohm.

Insgesamt waren das wieder 8h Arbeit, von denen man nicht wirklich viel sieht, aber es geht jetzt stetig voran. Die überstehenden Blechsicken werde ich noch abschneiden, leider ist eine meiner beiden kleinen Flex kaputt gegangen, so dass ich die erst einmal zerlegen muß um das Getriebe zu richten. Ansonsten ist das dauernde Wechseln der Scheiben und Drahtbürsten zu mühselig.


Samstag, 14. Januar 2017

14.01.2017 Die größte Herausforderung beginnt - der Neubau der C-Säule

Heute habe ich begonnen, den Bootfloor weiter zu verschweißen um genügend Krauf einbringen zu können um das Geckblech so zuzurichten, dass ich die C-Säule neu aufbauen kann. Mittags bin ich zu Kurt gefahren um auf der Streck und Stauchmaschine die Bleche für den Rahmen der C-Säule, der auch das hintere Abschlussblech aufnimmt zu bauen. Es ist günstiger die Säule aus mehreren Teilen zu bauen, da das mehrdimensionale Kanten und Strecken ansonsten in diversen Fehlversuchen resultiert. Ich will Teile des alten Kotflügels eventuell weiter verwenden, daher beginne ich den Rahmen als erstes zu bauen und die Klappe einzupassen.
Der Ausgangszusand: So sah das Teil vor der Überarbeitung aus - nachdem ich einige Kilo Zinn entfernt habe.
Im Nachhinein ziemlich gruselig, wenn man die heitigen Fortschritte betrachtet
"american way of remairment" mit dem Hammer zusammengekloppt und dann verzinnt. in Zinnen waren die echt klasse!
Der Schweller bestand auch nur aus Zinn und Löchern.
Die Längsstreben links und rechts sowie das Bodenblech mit dem Querschott habe ich jetzt auch verschweißt, ansonsten konnte ich die rechte Seite nicht herausdrücken. Die rechte Seite habe ich gleich schön verputzt, auch wenn da später der Kotflügel drüber sitzt.
Die Beule / Falte an der Anschlusskante der C-Säule habe ich begonnen auszubeulen, aber alleine geht das nicht, ich muß dafür in das Auto steigen und von außen muss jemand gegenhalten. Hier werde ich auf Hilfe warten müssen. Die Klappe habe ich auch wieder eingepasst, da diese mir ja für die gesamten weiteren Arbeiten als Maß dienen muss. Aber trotz 3 Unterlegscheiben könnte das untere Scharnier noch 2mm nach unten gesetzt werden. Leider bin ich schon am unteren Ende, eventuell werde ich das Scharnier noch etwas nachrichten müssen.
Die Reste des alten Kotflügels und den alten Rahmen habe ich herausgeschnitten und die neuen Teile, für die ich mir eine Schablone an der Klappe gemacht hatte eingepasst. den unteren Teil habe ich vorsichtshalber etwas breiter gelassen um den 2. Winkel hier besser einpassen zu können.
Der 2. Winkel ist aufgesetzt und fixiert, jetzt kann ich genau anzeichnen, wo geschnitten werden muß. Auf dem rechten Bild ist alles fertig zugeschnitten und das untere Blech bereits eingeschweißt.
Mit der Punktzange habe ich beide Hälften verschweißt und mit MAG die Übergänge geschlossen.
Es bleiben jetzt noch 3 Herausforderungen:
  • das innere Versteifungs Blech, das es nicht zu kaufen gibt, da werde ich noch reichten, ausbeulen und schweißen müssen. Das Blech ist sehr wichtig für die feste und korrekte Positionierung des Rahmens, da dieses Blech die endgültige Höhe fixiert.
  • den alten oberen Kotflügel so zu zerlegen, dass ich die Teile verwenden kann um die rechte Seite abschließen zu können
  • Der Ausschnitt und Einbau der Teile für die rechte Rückleuchte.
Über die Reihenfolge der nächsten Arbeiten muß ich mir noch genau Gedanken machen, ich vermute aber ich werde mit der Rückleuchte starten, da ich hier den Kotflügel vor der finalen Montage noch ausschneiden und anpassen muß.

Zumindest die Spaltmaße habe ich einigermaßen hinbekommen so daß alles ordentlich passt.

Donnerstag, 12. Januar 2017

12.01.2017 Das Heckblech wird verschweißt und Innenkotflügel ausgebessert

Die konstruktive Phase beginnt wieder.
Vor dem erneuten Einbau des Kofferaum Boden habe ich den rechten Längsträger am Ende vorsichtshalber noch einmal durch Hinterlegen eines Bleches verstärkt, um später beim Verschweißen mit den Verstärkungen aus dem Bootfloor genügend "Fleisch" zu haben.
Nicht gerade "wunderschön" aber das Loch habe ich mit Schweißgut aufgefüllt anstatt mit einem weiteren Blech. Also später vor der finalen Montage noch ein bisschen fein verputzen.
Wenn der Kotflügel später verschweißt werden soll muss die Verstärkung und Aufnahme für die B-Strebe fertig sein. Ich muss sie nur noch beim nächsten Mal wenn ich Grundierung anmische mit grundieren.
Den Boden habe ich wieder eingeschraubt um jetzt das hintere Querblech einsetzen zu können. Ziel ist es wieder eine stabile Plattform zu bekommen um später die rechte C-Säule wiederherstellen zu können und die Maße und Formen von der linken Seite abnehmen zu können. Leider hat das Heck nicht mehr so genau nach Verschweißen der Knotenbleche im Bootfloor wie vorer gepasst, dafür habe ich jetzt alles bis auf den mm genau vermessen, mit der Wasserwaage ausgerichtet und eingepasst, so dass Tank und Kotflügel gut passen. Den Spalt der linken C-Säule bzw. den Übergang zum hinteren Abschlussblech habe ich noch einmal mit einem U-Blech vorsichtshalber verstärkt.
Nach dem Verschweißen mit dem Punktschweißgerät und einigen MAG Punkten wurden die Punkte und Nähte verputzt.
Jetzt noch mit Brunox alle Poren und Spalte versiegelt, die Form passt nahezu ohne nach dem Schweißen etwas nachrichten oder ausbeulen zu müssen. Das entscheide ich wenn die rechte Seite nachgebildet wurde.
Der rechte Innenkotflügel muß jetzt noch nachgearbeitet werden.
Die schlechten Stellen habe ich erst einmal herausgeschnitten, da sich diese Bereiche ansonsten nicht verschweißen lassen ohne sich aufzulösen. 
Um die Maße zu nehmen muß also der Boden wieder rein, der Kotflügel und Boden verschraubt werden um dann eine Schablone hergestellt werden, um danach das Ausbesserungsblech herstellen zu können.
Die Schablone habe ich aus Pappe zugeschnitten und dann ein Blech gekantet und mit Streck und Stauchmaschine auf das richtige Maß gebracht. Um es an die exakte Position bringen zu können muss ich es bei montiertem Kotflügel von innen anheften um nach Ausbau anschließend das Ganze mit dem Punktschweißgerät zu verschweißen.
Der neue Streifen ist nun eingebaut und verschweißt und die Punkte verputzt. Allerdings geht dieser Streifen nur über das Loch der Kotflügel Verschraubung und der Bereich darunter muß mit einem 2. Streifen ausgebessert werden.
Leider lassen sich die Heftpunkte von innen kaum noch verputzen, da ich keinen Platz für den Einsatz der Flex habe.
Der untere Streifen lässt sich leider nicht mehr mit dem Punktschweißgerät verschweißen, da ich das hintere Querblech mit dem Boden zusammen einsetzen mußte und der Boden nicht mehr herausgeht. Daher muße ich alles von innen mit MAG verschweißen, wobei die Pistole so groß war, dass ich innen den Übergang des alten Bleches zum neuen kaum verschließen konnte. Ob ich das noch beigeputzt bekomme muß ich noch schauen, ich befürchte ich mache dabei aber mehr kaputt als ich es verbessern kann.
Zum Abschluß muß ich aber eh alle Nähte mit Karosserie Dichtmasse versehen, da ist es wichtiger die Verbindung zwischen Kotflügel und Innenkotflügel stabil und dicht zu bekommen, damit es später nicht rosten kann. Am Samstag werde ich mal schauen, wie sich das noch verputzen läßt.

Sonntag, 8. Januar 2017

07.01.2017 Ich hätte plastischer Chirurg werden sollen......

Heute waren alle Vorbereitungen abgeschlossen, um den Einbau des Bootfloor starten zu können. Als Erstes habe ich kontrolliert, ob der Boden nach den ganzen Arbeiten bisher und nach dem Sandstrahlen überhaupt noch passt. Dafür musste ich ihn noch einmal provisorisch einbauen, um alle Anschlüsse noch anpassen zu können. Um den Boden einbauen zu können habe ich mir erst einmal einen Stapel Paletten auf 2 Rollwagen gelegt um hier mobil arbeiten zu können. Alleine ohne Hilfe ist der Boden ansonsten nicht reinzubringen.
Alles schön vorgebaut und mit Klötzen auf die richtige Höhe eingestellt.
Mit Blechschrauben habe ich dann wieder den Boden fixiert, die Löcher hatte ich ja bereits vorher gebohrt und angepasst. Da ich den Boden jetzt aber komplett verschweißt hatte inclusive der hinteren Versteifungen, war mit Änderungen in der Passform zu rechnen.
Auch das hintere Querblech ist ja neu und damit sind auch hier Abweichungen in der Passform zu erwarten, auch wenn es nur mm sind. Grundsätzlich habe ich die Maße wieder so gesetzt, wie das alte Blech war, allerdings gibt es durch die hinteren Achsträger eh nur wenig Spielraum hier etwas anzupassen. Auch der Tank wurde wieder eingebaut um zu prüfen, ob er noch reingeht. Danach habe ich mit der Presse die linke Seite noch etwas herausgedrückt, so daß beide hinteren Seiten den gleichen Abstand zum hinteren Boden/Rückwand Bereich der Karosse aufweisen. Damit habe ich noch einen cm Luft für den Tank bekommen, ansonsten ist der Einbau hier extrem eng und es wird wieder alles verkratzt.
Jetzt hieß es wieder den Boden ausbauen und die noch maroden Stellen ersetzen, an denen noch Durchrostungen nach dem Sandstrahlen zu finden waren. Das hintere untere Radhaus habe ich herausgeschnitten und das Blech durch ein längeres ohne Rostlöcher ersetzt.
Erst habe ich mal wieder eine Pappschablone erstellt und das Blech danach gefertigt.  Nach dem Herausschneiden mußte ich aber feststellen, dass der Radhaus Dohm aus 1mm Blech gefertigt wurde und nicht aus 0,75 mm Blech. Also die erneute Aktion habe ich dann auf Sonntag geschoben, da wir jetzt zu Christl´s 70. Geburtstag eingeladen waren und ich nicht zu spät kommen wollte.





Nächster Tag: Sonntag 9:00.
Erst einmal begann der Tag mit ordentlich Schnee schippen, während die Damen noch im Bett lagen. Bei der Gelegenheit habe ich auch meinen Nachbarn, der seit 2 Jahren hier eingezogen war das erste Mal gesehen. Schnee Schippen ist am Wochenende immer ein ganz nettes Happening. Danach noch frische Brötchen zum Frühstück geholt und dann ging es ab in die Werkstatt.

Da noch ein Stück Restblech vom neuen Schweller in 1 mm hatte, habe ich daraus das passende Ersatzteil neu geschnitten und abgesetzt / gekantet und vorbereitet zum Einbau.
Das neue Blech ist mit dem Punktschweißgerät verschweißt.
Auf der linken Seite gab es auch ein größeres Löchlein, da die Dohm Länge hier aber gepasst hat habe ich nur das Loch mit einem neuen Blech geschlossen.
Habe fertig :)
Der rechte Innenkotflügel hatte auch noch ein Loch das es zu schließen galt, genau wie der darunter liegende Streifen zum Verschweißen des Bodenbleches marode war und verstärkt werden mußte.
Den maroden Teil des Innenkotflügels habe ich großzügig herausgeschnitten um ein passendes neues Blech einzusetzen.
Der Streifen ist eingeschweißt und verputzt.
Sicherheitshalber habe ich von innen noch ein größeres Blech eingepunktet. Das macht es zwar nicht schöner, aber auf Dauer stabiler.









Jetzt geht es erst einmal zum Kaffee trinken und Christbaum abbauen und ein bisschen Abendessen. Vielleicht geht heute abend noch was mit dem rechten hinteren Kotflügel, der linke ist auf jeden Fall jetzt fertig und schweißbereit