Mittwoch, 28. Dezember 2016

28.12.2016 Der rechte Schweller und Knotenbleche werden repariert



Heute habe ich mir den rechten Schweller weiter vorgenommen. Hier liegt ja einerseits eine Stauchung durch Unfall vor, andererseits gibt es ein paar Roststellen, die repariert werden müssen. Das Tür Schließblech wurde wohl durch unsachgemäßen Verbrauch einer Presse völlig zerdrückt und dann einfach übergespachtelt.
Um den Schweller Rückstandsfrei entfernen zu können habe ich erstmal die ganzen Schweißpunkte ausgebohrt. Beim Heraustrennen der Reste des äußeren Schwellers hat sich auch gezeigt, daß das Verstärkungsblech unten links in der Ecke auch durchgerostet war. Also wollte ich die Ecke heraustrennen und erneuern.
Als die Ecke heraus war zeigt sich, dass auch das Blech darunter durchgerostet ist. Als Resultat habe ich dann das gesamte Knotenblech ausgebohrt um an das Blech darunter zu kommen.












Jetzt ist das Knotenblech heraus und der verrostete Teil aus dem inneren Schweller sichtbar und gut zugänglich.
Der Rost wird nun herausgeschnitten. Als nächstes habe ich ein Blech angepasst um das von innen einzuschweißen um dann außen wieder einen Streifen einsetzen zu können. Der Versuch, die Löcher autogen zu schweißen ist leider wegen des zu großen Rost Anteils gescheitert.

Das Blech ist eingeschweißt und der Abdeckstreifen ebenfalls. Die Schweißnähte sind beigeschliffen, damit das Knotenblech und später der äußere Schweller ohne Knubbel eingeschweißt werden können.
Wir haben ein neues Blechstück mit der Absetzzange bearbeitet und mit dem Punktschweißgerät eingepunktet.
Jetzt noch die Kanten auf der Kantbank nachgefalzt und dann das Blech noch gerichtet, damit es wieder eingeschweißt werden kann, wenn der Schweller innen ausgebeult und gerichtet ist.
Jetzt muß das Blech natürlich noch mit der Drahtbürste bearbeitet und grundiert werden, bevor es eingeschweißt wird.
Fertig zur Weiterverarbeitung :)
Den rechte Schweller hat sich Julian auch noch vorgenommen und ihn mit Brunox von innen gestrichen. Jetzt muss er nur noch mit Grundierung und Wachs fertig bearbeitet werden.
Julian hat noch die Heckpartie komplett mit Topfschwamm und Verdünnung gereinigt und im Anschluß daran haben wir die Bodenbleche noch grundiert.













Habe fertig für heute :)


Montag, 26. Dezember 2016

26.12.2016 Bodenplatte und Türen werden weiter bearbeitet



Heute haben wir uns noch mit den Teerpappen in Türe und Innenraum beschäftigt, um Türblatt und hinteren Fußraum so zu reinigen, dass die Grundierungen auch wieder halten und die unterrosteten Falze bearbeitet werden können.

Rechts hinten hat Julian schon die Teerreste mit Topfschwamm und Verdünnung entfernt.
Danach habe ich mit Flex und Zopf-Drahtbürste die hintere Bodenplatte von Lackresten und Rostnestern befreit. Damit der ganze Schrott nicht vorne auf den noch klebrigen Dichtmassen hängen bleibt habe ich alles vorne abgeklebt.


Nach dem Reinigen wurde wieder alles mit Brunox versiegelt um anschließend mit 2K Primer gespritzt zu werden. Morgen wird wieder alles ganz dunkel sein.
Die gleiche Prozedur mit Topfschwamm und Verdünnung haben wir auch an der ersten Türe angewendet mit gutem Erfolg. Gleichzeitig konnte ich die kleinen Beulen aus dem Türblatt von innen herausdrücken.
 
Alle Rückstände konnten gut mit dem Glasstrahler entfernt werden um die Falze gehen Rost versiegeln zu können. 
Die Abdeckungen für die Abläufe in den Türen habe ich noch ausgebohrt um  mit der Drahtbürste diese Teile auch blank zu bekommen. Besser wäre es gewesen das vor dem Glasstrahlen zu entfernen, aber jetzt ist es leider zu spät dafür und Handarbeit ist gefragt.
Alle Falze sind ordentlich sauber und auch der Rahmen wurde gerichtet um anschließend grundiert und lackiert zu werden. Wenn innen alles ausgespritzt ist wird das Türblatt dann mit der Schleifscheibe entlackt, gespachtelt und grundiert.

Sonntag, 25. Dezember 2016

25.12.2016 Die Karosse wird weiter entrostet und konserviert

Schritt für Schritt werden jetzt alle Nähte, die abgespritzt waren entfernt und auf Rost untersucht, mit der Drahtbürste / Topfbürste und Flex gereinigt sowie mit Brunox versiegelt. Ebenfalls der komplette Innenraum hinter der Motor Spritzwand wird mit Brunox versiegelt um anschließend mit 2K Epoxy Zinc Primer grundiert zu werden. Alle Nähte werden vorher mit neuer Karosserie Dichtmassenach der Behandlung mit Brunox wieder versiegelt. Die Bereiche, die durch das Strahlen nicht erreicht werden können werden stückweise mit Schleifpads von Lack und Rückständen befreit und neu grundiert.
Hier die beiden Fußräume links und rechts vor dem Sandstrahlen, die Teerplatten habe ich vorher entfernt um das Blech gut strahlen zu können.
 

Nach dem Strahlen wird jede Naht sorgfältig behandelt
Nach dem Anstrich mit Brunox wird die gesamte Front neu abgedichtet.





















Schritt für Schritt wird jeder Hohlraum angegangen, der sich nicht von Außen strahlen ließ.




Die Bereiche sind zwar keinem Spritzwasser ausgesetzt, da sich hinter dem Armaturenbrett befinden, müssen aber vor weiterem Rost geschützt werden.






Nach der Behandlung mit Brunox wird hier später überall noch Wachs eingebracht zur finalen Versiegelung.
Nicht alle Bereiche sind so einfach zu erreichen. 
Aber Stück für Stück wird alles versiegelt, der Rost umgewandelt und dann passiviert und mit Epoxy abgedichtet.


Mit der Kamera ist der Erfolg aber ganz gut zu prüfen und sicherzustellen.



Nach Abschluss der Naht Versiegelung habe ich die Flächen und Hohlräume noch einmal mit der Spritzpistole flächig behandelt um anschließend den 2K Primer als finale Versiegelung vor der Lackierung aufbringen zu können.



Der linke Fußraum ist gereinigt und versiegelt.


Auch der rechte Fußraum ist jetzt mit der Topfbürste gereinigt und die alten undichten Nahtversiegelungen entfernt. Alle darunter liegenden Rostnester wurden blank geschliffen. 

Außen ist die Versiegelung abgeschlossen. Die Lackflächen werde ich erst zusammen mit dem Dach angehen, wenn der Primer mir überall eine leicht zu reinigende Oberfläche geschaffen hat.
Auch der rechte Fußraum ist jetzt behandelt, Die Farbe wird sich noch nach der Passivierung ändern
Hier auf der linken Seite ist der Passivierungs- Prozess bereits abgeschlossen.

Abschließend auch hier die neue Versiegelung aller Stöße und Schweißnähte.








Rechts die gleiche Prozedur, jetzt müssen die Schichten nur noch aushärten. Morgen wird innen der Primer aufgespritzt.


Montag, 19. Dezember 2016

19.12.2016 Die Karosse ist vom Sandstrahler zurück

Montag morgen konnte ich die Karosse vom Sandstrahler abholen. Entgegen der Erwartungen konnte ein großer Teil des Unterbodens von Unterbodenschutz befreit werden, allerdings hat der Strahler keinen Feinsand sondern Stahlschlacke genutzt, die jetzt in allen Hohlräumen steckt und sich sehr schlecht entfernen lässt. In Verbindung mit Feuchtigkeit das Ideale Nest für neuen Rost. Diese Rückstände muss ich komplett entfernen, ich muss die Schweller aber eh anbohren um sie später mit Wachs versiegeln zu können. Die Türen und Heckklappe sollte er mit Glasperlen strahlen, diese Teile sind sehr gut geworden.







Den Picture Frame habe ich als erstes gerichtet und die Schweißpunkte, die sich im unteren Bereich geöffnet hatten neu gesetzt, um den Rahmen wieder komplett stabil zu bekommen.










Der Große Schock kam allerdings nach genauer Betrachtung der Side Frames und des Picture Frames. Die Side Frames wiesen jetzt kleine Löcher auf, Durchrostungen, die erst nach dem Strahlen sichtbar wurden. Bei weiterer Untersuchung stellte sich heraus, dass von den Rohren ganze Längen durchgerostet waren. Das war im Vorfeld nicht zu erkennen gewesen.











Die Square Frames  sind an den Stellen, wo Schellen montiert waren durchgerostet.



















Erst durch das Strahlen werden die kapitalen Schäden sichtbar




Leider sind am linken Rahmen die Schäden nicht mehr reparabel und ich habe daher alle Frontteile neu bestellt. Laut Jaguar kann der Rahmen nicht repariert werden. Die statisch nicht relevanten Teile hätte ich ausgestattet, aber so viele Durchrostungen bedeuten ein unabsehbares Risiko für einen Rahmenbruch während der Fahrt, dieses lebensgefährliche Risiko will ich nicht eingehen. E-Type Fabs in England baut hervorragende und stabilere Frames, als sie im Original produziert wurden. Uryk baut hier aktuell die besten Frames die am Markt erhältlich sind mit etwas stärkeren Wanddicken ohne die Absorbtion bei einem Unfall zu beeinträchtigen. Details findet Ihr unter http://www.etypefabs.com/series-i
Ich bin mal gespannt wann die neuen Teile ankommen, Versand per Palette war am 22.12. jetzt warten wir auf Weihnachten und die neuen Teile.